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Archiv für November, 2009

Größte Trauerfeier der deutschen Sportgeschichte

Von admin Am 16. November 2009 No Comments

Es war die größte Trauerfeier der deutschen Sportgeschichte: Am Sonntag strömten Tausende in das Stadion von Hannover, um von dem am 10. November verstorbenen Torhüter Robert Enke Abschied zu nehmen.

Neben zahlreichen Fans und Fußballkollegen waren unter anderem auch Franz Beckenbauer, Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Ex- Kanzler Gerhard Schröder gekommen.


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“Fußball darf nicht alles sein”, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger in seiner Traueransprache im Rahmen der rund 70-minütigen Trauerfeier. “Ein wenig mehr, nach diesen schlimmen Tagen, an die Würde des Menschen zu denken; in seiner Vielfalt, nicht nur in seiner Stärke, sondern auch in seiner Schwäche, empfinde ich als Auftrag dieses an sich sinnlosen Sterbens.”
Zuvor war die Witwe Teresa Enke unter großem Applaus auf den Rasen der AWD-Arena getreten, wo der Sarg von Robert Enke aufgestellt war - umgeben von zahlreichen weißen Rosen. Michael Ballack und Per Mertesacker legten anschließend einen Kranz am Sarg nieder. Während der Gedenkfeier saß Teresa Enke zwischen zwei der besten Freunde Robert Enkes: Jörg Neblung, Berater von Robert Enke, organisierte auch die Bestattung und Marco Villa, der Enke zu Gladbacher Fußballerzeiten kennenlernte.

Neben Ministerpräsident Christian Wulff und Pfarrer Heinrich Plochg hielt auch auch Hannover-96-Präsident Martin Kind eine bewegende Ansprache: “Eine heimtückische Krankheit hat dir das Herz gebrochen und dich von uns gerissen, aus deinem Stadion.”

Die 17-jährige Alina Schmidt aus Harderode rührte viele Menschen in der Arena, aber auch an den Fernseh- und Radiogeräten mit ihrem Gesang zu Tränen. Die gerade mal 17-Jährige sang die Hannover-96-Hymne, den Song “The Rose” in der Version von Leann Rimes und das Fußball-Kultlied “You’ll never walk alone”. Dazu wurden auf der Videoleinwand Bilder von Robert Enke gezeigt.

Gegen 12 Uhr trugen die Profis von Hannover 96 den Sarg von Robert Enke aus dem Stadion.

Anschließend wurde Robert Enke im Kreise von Familienangehörigen, Kollegen und engsten Freunden auf dem Friedhof in Empede in der Nähe von Hannover - neben seiner 2006 verstorbenen Tochter Lara.


Dieser Rollstuhlfahrer wurde im Rostocker Stadion bedroht

Von admin Am 7. November 2009 No Comments

Nach der erneuten Eskalation der Gewalt rund um das Nordderby zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli meldete sich gestern Theo Zwanziger zu Wort. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schloss leere Ränge bei Problemspielen wie dem am vergangenen Montag nicht mehr aus. “Wenn nur mit einer unverhältnismäßigen Zahl von Sicherheitsmaßnahmen ein Spiel friedlich über die Bühne geht, dann muss man die Frage stellen, ob man dort noch mit Publikum spielen kann”, sagte Zwanziger.
Der Fall des Rollstuhlfahrers Jürgen A. aus Hamburg, der das Spiel in Rostock live im Stadion verfolgte, dürfte Zwanziger in seiner Haltung bestärken.

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