Es war die größte Trauerfeier der deutschen Sportgeschichte: Am Sonntag strömten Tausende in das Stadion von Hannover, um von dem am 10. November verstorbenen Torhüter Robert Enke Abschied zu nehmen.
Neben zahlreichen Fans und Fußballkollegen waren unter anderem auch Franz Beckenbauer, Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Ex- Kanzler Gerhard Schröder gekommen.
Nach der erneuten Eskalation der Gewalt rund um das Nordderby zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli meldete sich gestern Theo Zwanziger zu Wort. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schloss leere Ränge bei Problemspielen wie dem am vergangenen Montag nicht mehr aus. “Wenn nur mit einer unverhältnismäßigen Zahl von Sicherheitsmaßnahmen ein Spiel friedlich über die Bühne geht, dann muss man die Frage stellen, ob man dort noch mit Publikum spielen kann”, sagte Zwanziger.
Der Fall des Rollstuhlfahrers Jürgen A. aus Hamburg, der das Spiel in Rostock live im Stadion verfolgte, dürfte Zwanziger in seiner Haltung bestärken.