„Wer in Mainz vier Tore nach einem 0:2-Rückstand in einer Halbzeit schießen kann, kann auch zu Hause gegen HJK Helsinki drei oder vier Tore in 90 Minuten schießen”, sagt Ralf Rangnick vor dem Play-off-Rückspiel am Donnerstag (25.8., 20.20 Uhr) gegen den finnischen Rekordmeister.
Nach dem 0:2 im Hinspiel muss Königsblau zwei Tore markieren, um zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. Ein Sieg mit drei Treffern Differenz wäre gleichbedeutend mit dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League. „Ein frühes Tor wäre sehr hilfreich“, sagt Schalkes Chef-Trainer, der aber auch betont: „Wenn es sein muss, müssen wir auch die nötige Geduld aufbringen und dann im richtigen Moment zuschlagen.“
Dass die Schalker Profis guten und vor allem erfolgreichen Fußball spielen können, haben sie in den vergangenen beiden Bundesligaspielen gegen Köln und Mainz jeweils nach dem Seitenwechsel gezeigt. Beim Play-off-Hinspiel in Helsinki hingegen erwischte der S04 keinen guten Tag. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir viel zu viele Konter zugelassen“, blickt Rangnick zurück. Die Fehler seien aber aufgearbeitet, der Blick ist nach vorn gerichtet.
Dass Helsinki sich am vergangenen Wochenende mit einem 5:0-Erfolg gegen Rovaniemi PS in der finnischen Liga für das Spiel auf Schalke warm geschossen hat, lässt Rangnick weitestgehend kalt. „Wir haben ein Heimspiel und wollen uns mit den Fans im Rücken auf unsere Stärken besinnen – und in die Gruppenphase einziehen.“
Denn schließlich habe der Verein nicht den DFB-Pokal gewonnen, nur um den Briefkopf um einen Titel zu erweitern. „Wir wollen europäisch spielen – und zwar nicht nur in zwei Play-off-Begegnungen“, so Rangnick. Deshalb sei es wichtig, nicht wie im Hinspiel fast ausschließlich durch die Mitte zu kommen. „Das war sicherlich nicht das richtige Mittel“, betont der Fußballlehrer und erklärt damit indirekt, wie Schalke im Rückspiel zum Erfolg kommen will.
Quelle:schalke04.de
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